Zeit zum Feiern!

Wir feiern aktuell ein paar wichtige Jahrestage: Der LSCD wurde am 28.12.2006 (damals noch als CCCD) gegründet und ist somit 10 Jahre alt!
Unsere Clubzeitschrift „Tiefflieger“ No. 1 erblickte im Januar 2012 das Licht jenseits der Druckerpresse und wird somit 5 Jahre alt.
Grund genug für eine kleine Historie aus meiner Sicht.

Im Herbst 2006 konnte ich einen „echten“ Caterham (Eigenimport aus GB) mein Eigen nennen und hatte die eine oder andere Frage an die Seven Community. Hier waren seinerzeit die Seven IG sowie das „Graue Forum“ die bekannten Anlaufstellen.
Im Oktober 2006 - kurz nach den ersten Threads in den  bekannten Foren bekam ich einen Anruf von einem „Herrn Seydell“ aus direkter Nachbarschaft. Scheinbar bewohnte ein weiterer Caterham in gerade einmal 9 km Luftlinie eine Garage! Wir trafen uns spontan und Andreas kam sehr schnell zu der Frage: Hast du nicht Lust einen Verein zu gründen. Hauptgrund des Vereins sollten gemeinsame Caterham Ausfahrten sein und Unterstützung bei technischen Problemen. Schnell fanden sich ein paar freiwillige und unfreiwillige Mitstreiter. Neben den „echten“ Caterham-Besitzern Andreas Seydell, Dr. Thomas Sauer, Christoph Senftleben und mir wurde die Runde um Andreas Frau Sybille, seinem Sohn Dominik sowie meiner damaligen Freundin Ingrid Schnabel erweitert, damit die notwendige Anzahl von sieben Personen für eine Vereinsgründung erreicht wurde.
Von den sieben Gründungsmitgliedern sind noch vier im Verein aktiv und auch zukünftig im erweiterten Vorstand vertreten. (Auf der letzten Mitgliederversammlung am 19.11.2016 wurden, neben Andreas und mir als Vorstandsmitglieder, wieder Sybille Seydell als Kassenwart und Christoph Senftleben als Kassenprüfer für weitere 2 Jahre bestätigt.)
Ich kann mich noch sehr gut an die lange Diskussion bei der Vereinsgründung erinnern, als es um den Vereinsnamen ging. Nur mit knapper Mehrheit wurde damals der Vereinsname CCCD „Caterham Car Club Deutschland“ und nicht LSCD (Lotus Seven Club Deutschland).
Wir haben uns damals hauptsächlich für „Caterham“ im Clubnamen entschieden, um uns vom englischen Club stärker abgrenzen zu können. Schließlich hatten wir damals (und heute) nicht vor mit dem englischen Club zu konkurrieren. Das von uns keiner einen original Lotus Seven hatte und wir alle „nur“ Caterham fuhren, war für die Namensgebung nicht wirklich Ausschlag gebend, da wir ja alle ein „Original“ fahren. Hiermit grenzten wir uns bewusst von der Seven IG und vom grauen Forum ab. Der CCCD bzw. LSCD ist und bleibt ein Markenclub. Für den ein oder anderen klingt das eventuell zu „elitär“, aber was ist z.B. an einem „Käfer-Club“, „Mini-Club“, „Morgan-Club“ elitär?
Hier werden auch keine „Nachbauten“ im Verein zugelassen. Wer damals die Geschichte zwischen dem Grauen Forum und er Seven IG mitbekommen hat, kann sich denken, was es damals bedeutete noch einen weiteren „Anlaufpunkt“ für Seven Enthusiasten ins Leben zu rufen. Somit sind wir seit Gründung daran gewöhnt immer mal wieder anzuecken, was ja bekanntlich die Würze des Lebens ausmacht.
Niemand von uns konnte sich vorstellen, was uns alleine die deutsche Bürokratie bei der Vereinseintragung (mit dem Vereinszusatz „Deutschland“) abverlangte. Es dauerte ganze fünf Monate, bis zur offiziellen Vereinseintragung. Schon damals hatte Andreas die Vision eines Deutschland weiten Vereins von Caterham-Enthusiasten, die anderen Gründungsmitglieder gingen eher davon aus, das sich vielleicht ein duzend Seven-Verrückter finden werden, mit denen man ab und zu eine gemeinsame Ausfahrt macht.
Es ging turbulent los. Die erste Vorstandssitzung fand bereits am 03.01.2007, die zweite am 12.02.2017 statt. Das damals blaue runde Vereins-Logo, sowie die erste Homepage und ein Flyer wurden bereits verabschiedet und zeitnah in die Tat umgesetzt. Ein Kalender war ebenfalls in Arbeit und Kurt Hoffmann hatte uns mit einer großzügigen Spende auf den ersten Schritten unterstützt. Alles lief extrem schnell an. Und so kam es, das sich schnell knapp 20 Seven-Verrückte fanden, die sich bei bekannten Veranstaltungen in der Szene (JCR auf dem Hockenheimring, OGP auf dem Nürburgring), sowie zu gemeinsamen Ausfahrten trafen. In den ersten zwei Jahren haben wir über 30 Events besucht. Im Januar 2007 wurde der Neujahrsbrunch bei H&R dazu genutzt den Club allen in der Szene bekannt zu machen. Neben den Besuchen bei fast allen deutschen Händlern war das absolute Highlight: „50 Years Of The Seven“ im September 2007 in GB.
Leider trennten sich nach knapp drei Jahren die Wege von Dr. Thomas Sauer und uns und Florian Schlüter übernahm seinen Posten im Vorstand.
Stetig wuchs die Mitgliederanzahl an, wir hatten eine Webseite mit Forum etabliert und Merchandising-Artikel im Angebot. Jährlich kam ein Hochglanz-Kalender heraus und wir hatten Feste, wiederkehrende Events, darunter auch einen jährlichen Besuch bei Caterham GB – „Meet Your Maker“ und ein mehrtägiges Meeting mit dem Schweizer Club „CCCD meets LSOS“.
Ebenso gerne besuchten wir das große Seven-Treffen des LSOS in St. Moritz.
Als feste Termine haben sich etabliert: Neujahrsbrunch bei Kurt Hoffmann (seit 2007), Jim Clark Revival (seit 2007), St. Moritz (seit 2008), Grünkohlessen in Xanten und Mollis (seit 2009), Mitgliederversammlung in Auggen (seit 2010), Besuch bei Gunther Schleyer (seit 2011) und Schloß Dyck (ab 2012). Nachdem wir in 2012 die magische Mitgliederanzahl von 100 geknackt hatten wurde unser Portfolio um eine eigene Clubzeitschrift erweitert, die nun in der 21ten Auflage ihr 5 jähriges Bestehen feiert.
Da immer wieder Fragen aufkamen, nach Datenschutz bezüglich der Mitgliederdaten, der Forumseinträge und der technischen Tipps wurde neben dem Forum ein Wiki für die technischen Tipps etabliert und Forumsregeln festgelegt. Auch an anderer Stelle gab es großen Diskussionsbedarf. Der CCCD war immer noch in der Orientierungsphase. Mittlerweile war der Verein so groß geworden, die Mitgliederanzahl hatte die 150 überschritten und wir waren mit den organisatorischen Themen (Webseite, Wiki, etc.) beschäftigt. Das eigentliche Vereinsziel bei der Gründung – gemeinsame Ausfahrten und gegenseitige technische Hilfe – war zur Nebensache geworden. Des Weiteren wollte der Vorstand es allen Mitgliedern, Händlern, anderen Clubs, etc. „Recht machen“. Wir gingen zu fast jeder Veranstaltung, versuchten Blümchenpflücker mit tollen Events zu locken und waren auf vielen Rennveranstaltungen des SMRC (Seven Mania Racing Club) vertreten. Das alles zehrte sehr an der Substanz der Vorstandsmitglieder, das ich persönlich Ende 2010 meinen Vorstandsposten aufgab und Dr. Martin Stahter meinen Platz übernahm. Ende 2013 kehrte ich wieder in den Vorstand zurück und löste damit Florian Schlüter ab, der sich als Area-Repräsentant mehr in den englischen Lotus7Club einbringen wollte.
Auf Grund einiger negativer Erfahrungen, die uns sogar Anwaltskosten (bzgl. des europäischen Kartellrechts) bescherten, haben wir entschieden es nicht mehr „Allen recht zu machen“ und starteten eine Mitgliederbefragung, die für den Club die Grundlage unserer neuen Orientierung bildete. Die Befragung zeigte uns z.B. das unsere Mitglieder hauptsächlich Blümchenpflücker und nur selten auf Rennstrecken zu sehen sind. Auch wurde der Vereinsname von CCCD auf LSCD geändert um hier mehr Unabhängigkeit zu zeigen. Die Entscheidung, es nicht mehr „Allen recht zu machen“ hat natürlich dazu geführt, das einige Mitglieder den Club verließen und das die Mitgliederanzahl nicht mehr so schnell wächst wie erhofft.
Dennoch haben wir aktuell fast 200 Mitglieder und gehen die Projekte nun deutlich entspannter an. Der Vorstand versucht noch mehr auf die Wünsche der Mitglieder einzugehen und hat Area-Repräsentanten etabliert, die nicht nur in den einzelnen Regionen Deutschlands als Ansprechpartner dienen, sondern auch bei größeren Entscheidungen des Vorstandes mit einbezogen werden. Schloß Dyck hat sich zu unserem großen Jahrestreffen etabliert und wir planen auch in Zukunft weitere große Events. Ganz aktuell natürlich das Meeting: 60Years Of The Seven im Juli 2017.
Wir möchten uns als Markenclub auch wieder mehr in die allgemeine Seven Szene einbringen. Dafür setzt sich Peter Sailer als neues Mitglied im Vorstand ein, der damit Dr. Martin Stather ablöste. Auch die Händler-Szene hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Wir haben auf den Veränderungen reagiert und werden uns auch hier weiterhin engagieren.
Rückblickend bin ich sehr positiv von der Entwicklung des LSCD überrascht. Nach Anfänglichem Enthusiasmus und der schwierigen Neuorientierung stehen wir nun auf stabilen Füßen. Damit sind die Grundlagen für die nächsten 10 Jahre gelegt, auch wenn sicher noch die eine oder andere Überraschung auf uns warten wird. Aber gemeinsam werden wir diese auch umdriften.
Aber jetzt sollten wir erst einmal Feiern!     

 

LSCD
Heiko Runkel
2. Vorsitzender

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